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20.09.2023
EU-Single Digital Gateway Portal ist Chance für Stärkung der Wirtschaft

Zentrale Anlaufstelle mit Informationen, Hilfsdiensten und Feedback-Instrument - Winzig: Endlich Bürokratieabbau für Unternehmen

„Das EU-Single Digital Gateway Portal, als Instrument zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Europa, ist nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern bietet auch eine Chance zur Stärkung der Wirtschaft und zur Förderung des Unternehmertums“, sagt Angelika Winzig, ÖVP-Delegationsleiterin im Europaparlament und Co-Vorsitzende der fraktionsübergreifenden KMU-Arbeitsgruppe.

Mit dem Single Digital Gateway (SDG) wurde eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, die aktuelle und verständliche Informationen über Regeln und Verfahren im EU-Binnenmarkt, Zugang zu Hilfs- und Problemlösungsdiensten, sowie Feedback-Instrumente über die Qualität der Dienstleistungen und die Hindernisse für den Binnenmarkt bietet. Letzte Woche hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Rahmen des KMU-Entlastungspakets angekündigt, dass der digitale One-Stop-Shop erweitert werden soll, wodurch Behördengänge für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger für 21 Verfahren grenzüberschreitend getätigt werden können. Das bedeutet in der Praxis: „Wenn beispielsweise ein österreichisches KMU eine Betriebserlaubnis in Kroatien beantragen will, kann es das Verfahren online abschließen. Ansonsten müsste das Unternehmen den Antrag bei den Behörden vor Ort in Kroatien stellen. Durch die Plattform werden lange Wege und damit verbundene Kosten eingespart sowie die oft komplizierte Kommunikation mit ausländischen Behörden vereinfacht“, erklärt Angelika Winzig.

Die KMU-Arbeitsgruppe des EU-Parlaments hat sich bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der EU-Kommission und weiteren Interessensträgern über die Anforderungen für die Plattform und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten ausgetauscht.

„Derzeit ist die Verwaltungslast für ein mittelgroßes Unternehmen pro Mitarbeiter immer noch viermal so hoch wie für ein großes Unternehmen und für ein kleines Unternehmen ist sie sogar zehnmal so hoch“, sagt Winzig und merkt an: „Für KMU ist es daher von großer Bedeutung, dass die Verwaltungsverfahren schnell digitalisiert werden. Außerdem muss die Nutzung der SDG-Plattform einfach und intuitiv sein und bei Bedarf unbürokratische Hilfe bieten. Ich begrüße auch, dass Informationen in Zukunft nur einmal erfasst werden müssen und dann länderübergreifend ausgetauscht werden können. Das baut endlich wirklich Bürokratie ab. So können KMU ihr Potenzial voll ausschöpfen und erfolgreich am digitalen Markt teilnehmen.“